Volksschule
Historische Entwicklung
1713 ließ der Abt von Admont eine Einsiedelei in der Nähe des Fußballplatzes errichten.
Neben seinen anderen Aufgaben arbeitete der Einsiedler auch als Lehrer für Religion, Lesen, Schreiben und Rechnen.
1714 wurde die erste Palfauer Schule gebaut. 1786 wurde bei einer Vergrößerung wurde ein großes Lehrzimmer eingebaut. 1876 galt die alte baufällige Schule laut Sanitätsbericht der Gesundheit der Kinder ?abträglich?. Der Ortsschulrat erhielt das ehemalige Stift admontische Forsthaus zur Miete. Zwei Jahre später konnte die Gemeinde das Haus käuflich erwerben. Beide Gebäude befanden sich in der Nähe des Fußballplatzes.
Das Haus wurde 1944 durch die Gamssteinlawine völlig zerstört. Danach wurde die neue Volksschule weiter entfernt vom Unglücksort im heutigen Ortzentrum in der Nähe der Gemeinde errichtet. 1952 wurde das neue Schulgebäude feierlich eröffnet.
Das Schuljahr begann normalerweise zu Ostern für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Man unterschied zwischen der Werktagsschule mit Religion, Lesen (anhand von biblischen Geschichten), Schreiben und Rechnen und der Sonntagsschule, die besonderen Wert auf den Religionsunterricht legte. Eingeschult waren die Untere und Obere Palfau, die Mendling, die Schattseitn und die Lend.
1912/1913 wurde eine Schulspeisung in Leben gerufen, um die Schüler, die zum Teil einen Schulweg von zweieinhalb Stunden hatten, täglich mit Suppe zu versorgen. Viele Kinder hatten aufgrund der finaziellen Situation der Eltern nur unzureichende Kleidung und Schulsachen. Daher wurden z. B. 1936 300 Kinder aus Palfau, Gams und Lassing durch eine die Weihnachtsaktion von Frau Schuschnigg eingekleidet.
Während des zweiten Weltkrieges wurde der Religionsunterricht verboten. Ab 1941 bis 1944 wurde aufgrund des Lehrermangels ein Wechselunterricht eingeführt, wobei jede Klasse an jeweils drei Tagen der Woche unterrichtet wurde





